Business Mentoring
Mentoring im Unternehmen: Was es kann und was es nicht kann
Du willst Mentoring einführen, damit Verantwortung im Team ankommt. Hier steht, wann das funktioniert.
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01
Was Mentoring im Unternehmen tatsächlich leistet
Mentoring ist eine Beziehung, kein Prozess.
Eine erfahrene Person begleitet eine weniger erfahrene über einen längeren Zeitraum: nicht mit Anweisungen, sondern mit Fragen, Einordnung und ehrlicher Rückmeldung.
Es wirkt gut bei Einarbeitung, bei neuen Führungskräften, bei Wissen, das sonst nur in einem Kopf liegt.
Es wirkt gut, wenn jemand fachlich schon kann, aber die Rolle noch nicht bewohnt.
Und es braucht drei Dinge: Zeit im Kalender, Freiwilligkeit auf beiden Seiten, und ein klares Thema statt „wir machen jetzt mal Mentoring“.
Ohne das ist es ein Termin, der ausfällt.
02
Wann Mentoring das Problem nicht löst
Es gibt eine Situation, in der Mentoring zuverlässig scheitert.
Nämlich dann, wenn es eingeführt wird, um ein strukturelles Problem zu beheben.
Wenn deine Mitarbeiter:innen Entscheidungen nicht treffen, liegt das oft nicht an fehlendem Mut: sondern daran, dass nie definiert wurde, wer was entscheiden darf.
Ein Mentoringprogramm ändert daran genau nichts.
Es macht die Lücke nur höflicher.
Das ist mein Kernbefund aus Recruiting und Personalberatung: Recruiting kann eine offene Stelle besetzen, aber kein strukturelles Problem lösen, das dazu führt, dass diese Stelle immer wieder offen wird.
Bei Mentoring ist es dasselbe Muster.
03
Die ehrliche Frage vorab
Woran erkennst du, ob Mentoring bei dir greift?
Stell dir eine Entscheidung vor, die in den letzten vier Wochen bei dir gelandet ist, obwohl sie es nicht hätte müssen.
Jetzt frag dich: Hätte die Person das mit mehr Begleitung entschieden? Oder hätte sie es entschieden, wenn klar gewesen wäre, dass sie darf?
Bei der ersten Antwort ist Mentoring richtig.
Bei der zweiten ist es Beschäftigungstherapie.
04
„Dann liegt es also an mir?“
Das ist die Sorge, die an dieser Stelle kommt.
Und sie ist nachvollziehbar, weil sie sich wie ein Vorwurf anfühlt.
Ist sie nicht.
Dass so viel an dir hängt, liegt meistens daran, dass du gut bist: schnell, verlässlich, lösungsorientiert.
Genau das hat dein Unternehmen bis hierher gebracht.
Und genau das wird irgendwann zum Problem.
05
Was dahinterliegt
Mentoring im Unternehmen setzt bei den Mitarbeiter:innen an.
Manchmal ist das richtig.
Manchmal ist es die zweite Frage, weil die erste noch offen ist: Welche Entscheidungen gehören eigentlich dir, und welche hast du nur nie abgegeben?
Darum geht es in meinem Business Mentoring.
Nicht darum, dich herauszuarbeiten, sondern dich in die richtige Rolle hineinzuarbeiten.
Du sollst wichtig bleiben. Vielleicht sogar wichtiger als vorher. Aber an den richtigen Stellen.
Wenn du das sortieren willst, ist hier die Tür.
30 Minuten. Du entscheidest danach, nicht davor.
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